Häufig gestellte Fragen - FAQ

Wie wird Hopfen angebaut?

Die Anbaumöglichkeiten werden in folgenden Kapiteln näher beschrieben: mehr lesen.

Wo wächst Hopfen am Besten?

Die Standortbedingungen werden in folgenden Kapiteln näher beschrieben: mehr lesen.

Wie lange braucht Hopfen zum Wachsen?

Das Wachsen des Hopfens dauert vom Frühjahr bis zur Ernte Ende August/Anfang September (nördlichen Breitengrades). Mehr hierzu in folgenden Kapiteln: weiterlesen.

Was bewirkt der Hopfen im Bier?

Die Hopfengabe im Brauprozess bewirkt zweierlei.

Hopfen verbessert die Haltbarkeit des Bieres und Hopfen macht das Bier mehr oder weniger bitter.

Zur Haltbarkeit: beim Kochen der Würze (das Gemisch aus Malz und Wasser) werden Eiweißstoffe gelöst. Ein Teil dieses Eiweißes bewirkt, dass das Bier bei längerer Lagerdauer sauer wird (trübes Bier). Die Gerbstoffe des Hopfens bewirken, dass ein Teil der Eiweißstoffe "ausflocken" (Flockenbildung). Durch Filtration können diese Eiweißstoffe nach dem Kochen herausgefiltert werden. Das Bier bleibt somit länger haltbar.

Zur Bitterkeit: je größer die Hopfengabe bzw. je bitterer die zugegebene Hopfensorte ist, desto bitterer wird folglich das Bier. Das Bier mit der höchsten Bitterkeit ist das Pilsener; das Weizenbier hat die geringste Bittere.

Warum wird Hopfen nur in Bayern angebaut?

Hopfen wird heute weltweit in rund 30 Ländern angebaut. Allerdings sind davon nur Deutschland, die Tschechische Republik, die USA und Australien am Weltmarkt tätig. Die restlichen Gebiete dienen weitestgehend dem Eigenbedarf. 

Bis in das 16./17. Jahrhundert wurde im sogenannten „Streuhopfenanbau“ in ganz Deutschland, sowohl in Nord- als auch Süddeutschland, Hopfen kultiviert. Lediglich in Hersbruck und in Spalt (nahe Nürnberg) gab es in Bayern so etwas wie ein "geschlossenes Anbaugebiet".

Als im 19. Jahrhundert durch die Industrialisierung auch die Bierproduktion stieg, entwickelte sich in der Hallertau ein „geschlossenes Anbaugebiet“. Die Gründe für die heutige Stellung der Hallertau als weltgrößtes Anbaugebiet wird im nächsten Punkt näher erläutert.

Warum wird Hopfen gerade in der Hallertau angebaut?

Im 19. Jahrhundert stieg in den Industriegebieten der Welt - vornehmlich in Europa und in den USA - die Produktion von Bier. Es begann mit der Industrialisierung: Der angebaute Hopfen reichte für die benötigte Menge nicht mehr aus. Die Hallertau erwies sich als geeignetes wie zusätzliches, großes Hopfengebiet. Die Hallertau war bis dahin extensiv mit Wald- und Weidewirtschaft kultiviert. Das Klima war gemäßigt und die teilweise lössigen Böden sandig-lehmig, tiefgründig. Die wellige Landschaft schützte zudem die Gerüstanlagen vor Sturm- und Wetterschaden. Etwa ab 1860 entwickelte sich dann die Hallertau vom Streuanbau zu einem geschlossenen Anbaugebiet und wurde zum weltgrößten Hopfenanbaugebiet.