Frankreich

Frankreich spielt bei der Betrachtung der Hopfen- und Bierhistorie im Zeitalter der Entdeckungen des 16. bis 18 Jhd. keine Rolle.

Das Land konzentrierte sich einmal auf die Karibik und auf Indien. In Nordamerika lag das Interesse zunächst auf dem Gebiet um den St. Lorenz Strom im Nord-Osten des Kontinents. Das besetzte Gebiet wurde anschließend um einen Landstreifen entlang des Mississippi bis zu dessen Mündung erweitert und "Neufrankreich" benannt, mit der einhergehenden Stadtgründung  von St. Louis und New Orleans. Die vorangegangene Landnahme hatte weniger das Ziel der Besiedelung wie im östlich angrenzenden, englischen Territorium. Vielmehr pflegten die Franzosen die Jagd und den Handel mit Pelzen. Dazu gründeten sie Handelsstationen; ein planvolle Siedlungspolitik erfolgte erst relativ spät: St. Louis gegründet 1764, New Orleans im Jahr 1718.

Das genannte Gebiet des "Neufrankreich" genannten Landes wäre für den Hopfenbau - abgesehen von einem Landstreifen bei den großen Seen - wegen der klimatischen Bedingungen ungeeignet. Durch den verlorenen Siebenjährigen-Krieg musste Frankreich seine nahezu gesamte nordamerikanische Besitztümer an England abtreten.